MdB Güntzler besucht EPIZ

Göttingen. Vielfältiges entwicklungs- und migrationspolitisches Engagement in der Region lernte Fritz Güntzler (MdB, CDU) bei einem Besuch des Entwicklungspolitischen Informationszentrums (EPIZ) am Leinekanal in Göttingen kennen. Die fünf Gruppen des Zentrums luden Güntzler am 5. Februar zu einem Meinungsaustausch ein und präsentierten Aufgaben und Zielsetzung des EPIZ. Dabei wurden verschiedene Programme und Projekte vorgestellt, die auch Fördermittel vom Bund erhalten.

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"Ich habe das Recht, hier zu sein!

Referat und Diskussion mit Prof. Marianne Bechhaus-Gerst

Deutschlands historische Mitverantwortung für Flucht und Migration vom afrikanischen Kontinent erläuterte doe Professorin aus Köln vor 50 Gästen. Sie präsentierte ein Panorama der deutschen Täterschaft, die nicht nur Spuren in den
Ökonomien und politischen Systemen sondern auch in der Köpfen der Menschen bei uns und auf dem
afrikanischen Kontinent hinterlassen hat.

Im Rahmen der Reihe DECOLONIZE! DECOLONIZE THE MIND! des Asta, Epiz und des Lampedusa-Büdnisses

Wann? Freitag, 27.01.2017, 19:00 Uhr
Wo? Uni/ZHG, Raum 007

"Welche Farbe hat die Nation?"

Workshop zu Critical Whiteness und mehr mit Prof. Marianne Bechhaus-Gerst

Der Workshop bot eine Möglichkeit, sich mit der eigenen Wahrnehmung von Rassismus, dem Kolonialismus in unseren Köpfen und dem Konstrukt Weißsein auseinanderzusetzen.

Der Workshop fand im der Reihe DECOLONIZE! DECOLONIZE THE MIND! des Asta, Epiz und des Lampedusa-Büdnisses

Wann? Samstag, 28.01.2017, 9:30 - 15:00 Uhr
Wo? Uni/ZHG

Wer Waffen sät, wird Flüchtlinge ernten

Am Freitag, 09.12., präsentierte Dr. Jürgen Grässlin sein Buch "Netzwerk des Todes" mit anshcließender Diskussion im Literarischen Zentrum in Göttingen.

Millionen Menschen befinden sich auf der Flucht. Auf Grund der Abschottungspolitik Europas haben vergleichsweise wenige von ihnen eine Chance, in Deutschland oder anderen europäischen Staaten Zuflucht zu finden. Abertausende von Menschen sind bisher beim Versuch ertrunken, Europa über das Mittelmeer zu erreichen.

Deutschland trägt massiv Mitverantwortung an der Massenflucht. Ganz legal – mit Genehmigung der Bundesregierung und den nachgeordneten Kontrollbehörden – rüsten deutsche Waffenschmieden seit Jahren Scheindemokraten und Diktatoren hoch und stabilisieren sie an der Macht. Mit deutschen Kriegswaffen oder in Lizenz gefertigten Waffen wurden und werden im Nahen und Mittleren Osten sowie im Norden Afrikas schwere Menschenrechtsverletzungen begangen. Mit den Waffenlieferungen des Europameisters Deutschland wird Öl ins Feuer von Kriegen und Bürgerkriegen gegossen. Das Ergebnis ist augenscheinlich: Wer Waffen sät, wird Flüchtlinge ernten.

Eine Veranstaltung des PromotorInnen-Programms de EPIZ und des Lampedusa-Bündnisses.

Spurwechsel – Wie wollen wir zukünftig in Göttingen wirtschaften?

Erich Sidler, Harald Welzer, Noreen Hirschfeld, JensTönnesmann, Jan Grossarth, Regina Begander

Der Wachstumskritiker Prof. Dr. Harald Welzer und der Wirtschaftsjournalist Jan Grossarth (FAZ) diskutierten am 24.11.2016 vor 300 Gästen im Deutschen Theater Göttingen die Frage „Wie wollen wir zukünftig wirtschaften?“. Anschließend wurd diese auf die lokale Ebene heruntergebrochen und das Publikum konnte mit Fachleuten aus der Göttinger Politik, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Wissenschaft diskutieren, wie ein Wandel in Göttingen aussehen soll. Mit dabei waren u.a. Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler, Agrarökonom Prof. Dr. Ludwig Theuvsen, Mitglied des Stadtrats für BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Dr. Dagmar Sakowsky, Finanzwissenschaftler Prof. Dr. Robert Schwager.

Veranstalter: Verband Entwicklungspolitik Niedersachsen (VEN), EPIZ, Die Offenen Gesellschaft, Deutsches Theater und die Kritischen Wirtschaftswissenschaften. Die Veranstaltung findet im Rahmen der deutschlandweiten Reihe „Welches Land wollen wir sein?“ von „Die offene Gesellschaft“ statt.

Hier finden Sie den Beicht des Göttinger Tageblatts.

Der ‚Islamische Staat‘ und die Strategen des Terrors

Lesung und Gespräch mit Christoph Reuter am 30.9.2016

Es vergeht kaum ein Tag, an dem im Radio keine Schreckensnachrichten zu hören sind, die auf das Konto der islamistischen Terrororganisation gehen. Doch welches Konstrukt verbirgt sich hinter dem IS? Die Stiftung Leben und Umwelt veranstaltete in Kooperation mit dem EPIZ dazu eine Lesung mit dem studierten Islamwissenschaftler und Korrespondenten für Krisenregionen Christoph Reuter, der über die Ursprünge des IS, die Gefahren und die Rolle Deutschlands gesprochen hat.

 

Fluchtursachen aus dekolonialer Perspektive

Gespräch und Diskussion mit einem westafrikanischen Aktivisten am 27.9.2016

Alassane Dicko aus Mali ist im transnationalen Netzwerk AEI, Afrique Europe Interact, aktiv. Bereits 2006 gründete er gemeinsam mit anderen Rückgeschobenen die Association des Maliens Expulsés (AME). In einem Gespräch mit Olaf Bernau (No Lager,Bremen) berichtete Dicko über seine Erfahrungen als Migrant und Aktivist, Ursachen von Flucht und die Bedeutung zirkulärer Migration für Westafrika. Zudem erklärte er seine Vorstellungen verbesserter Entwicklungsperspektiven mit konkreten Forderungen an die afrikanischen Regierungen, die EU und implizit die Zivilgesellschaften beider Kontinente.

Eine Kooperationsveranstaltung des Lampedusa-Bündnisses, des PromotorInnen-Programms des Entwicklungspolitischen Informationszentrums Göttingen (EPIZ) im Rahmen der Reihe "Fluchutrsachen bekämpfen" und Apex Kultur. Hier finden Sie den Flyer zur Veranstaltung.

Vom Töten leben – Film und Diskussion mit Wolfgang Landgraeber

Wie leben Menschen in einer Stadt, in der viele ihrer Bewohner seit Generationen Kriegswaffen herstellen? Dieser Frage geht Wolfgang Landgraeber in der schwäbischen Kleinstadt Oberndorf am Neckar nach. Er sucht BürgerInnen der Stadt, FriedensaktivistInnen und Gewerkschafter auf und versucht mit Beschäftigten des Rüstungskonzerns Heckler & Koch ins Gespräch zu kommen. Sein Film zeigt Kriegsschauplätze im Nahen Osten, in Afrika und auf dem Balkan. Dort wurde und wird mit Heckler & Koch-Waffen gekämpft.

Regisseur Wolfgang Landgraeber steht nach der Vorführung zum Gespräch zur Verfügung. Eine Kooperationsveranstaltung des Evangelischen Zentrums für entwicklungsbezogene Filmarbeit (EZEF), Brot für die Welt, dem PromotorInnen-Programm des Entwicklungspolitischen Informationszentrums Göttingen (EPIZ) und dem St. Jakobushaus in Goslar. Hier finden Sie den Flyer zur Veranstaltung.

Wann? 15.09.2016, 19 Uhr

Wo? Goslarer Theater, Breite Straße 86, 38640 Goslar

Vortrag "Globale Faktoren von Fluchtursachen" mit anschl. Vernetzungstreffen Region Goslar/Osterode

Fluchtursachen sind vielschichtig – Kriege, Konflikte, Verfolgung sowie soziale Not gelten als Hauptursachen. Aber wie entstehen diese und welche Rolle spielen „westliche“ Gesellschaften? Diese Fragen werden beleuchtet und die Auswirkungen von Rüstungsexporten, unserem Weltwirtschaftssystem und dem Klimawandel aufgezeigt.
Referentin: Noreen Hirschfeld, Regionalpromotorin im Entwicklungspolitischen Informationszentrum Göttingen

Der Vortrag ist der Auftakt eines Vernetzungstreffen für migrantische, entwicklungspolitische und Eine-Welt-Initiativen sowie Interessierte aus der Region Goslar/Osterode, zu dem die Referentin im Anschluss bei einem Snack einlädt.

Wann? Donnerstag, 02.06.2016, 19 Uhr
Wo? Goslarsche Höfe, Okerstr. 32, 38640 Goslar

Anmeldung bitte an hirschfeld@epiz-goettingen.de

Film und Diskussion "The True Cost – Der Preis der Mode"

In „The True Cost - Der Preis der Mode“ legt Regisseur Andrew Morgan sein Augenmerk auf die verheerenden Auswirkungen der modernen „Fast Fashion“-Textilindustrie. Während westliche Konsumenten häufig unbeschwert und selbstverständlich auf der Jagd nach dem nächsten Kleiderschnäppchen sind, hat die Produktion der Kollektionen weit verbreiteter Handelsketten gerade in den Entwicklungsländern, in denen sie hergestellt werden, weitreichende Konsequenzen für Menschen und Umwelt. Bei dem gänzlich auf Profit ausgerichteten Wirtschaften bleiben Arbeiter- und Menschenrechte sowie Sicherheitsbestimmungen und Umweltschutz häufig auf der Strecke. Mit einem von strahlenden Laufstegen zu trostlosen Slums wandernden Blick auf verschiedenste Nationen veranschaulicht Morgan in seinem Film jene folgenschweren Schattenseiten der Mode.

Der Film wurde am Montag, den 13.06.2016, im Lumière gezeigt. Im Anschluss kam es zu einer Diskussion mit Janna Rassmann vom Verband Entwicklungspolitik Niedersachsen (VEN), in der nachhaltige Beschaffung und faire Mode thematisiert wurden. Es wurde über das Konsumverhalten in Deutschland und alternative Einkaufsmöglichkeiten von Kleidung gesprochen. Auch ging es um die öffentliche Beschaffung von Kleidung der Kommunen, deren Kaufkraft in diesem Bereich nicht zu unterschätzen ist. Zusätzlichen Input gab es von Magdalena Holzapfel von Janun, die das Konzept der Kleidertauschparties vorstellte.

Die Veranstaltung war eine Kooperation des Programmkinos Lumière und des Promotor_innenprogramms des Entwicklungspolitischen Informationszentrums Göttingen (EPIZ). Sie wurde gefördert durch das Land Niedersachsen.

"The Samaritans" - TV Serie mit Diskussion

Am 03.05.2016 um 19:00 Uhr zeigten wir die NGO-Parodie "The Samaritans" im APEX. Der Regisseur Hussein Kurji aus Kenia nimmt in der Serie in Stromberg-Manier den Büroalltag einer fiktionalen britischen  Nichtregierungsorganisation (NGO) aufs Korn. Auf unterhaltsame Weise macht sich die Serie über die Klischees der weißen Weltverbesserer lustig. Da der Umgang zwischen kenianischen Mitarbeiter_innen und Expatriates dabei oft nah an der Wahrheit ist, bleibt einem manchmal das Lachen im Halse stecken. In Kenia war der Trailer wochenlang das meistgeklickte YouTube-Video.

Für die Veranstaltung waren Chinta Musundi-Beez und Wolfgang Dewald (Referent_innen bei Bildung trifft Entwicklung) zu Gast. Mit ihnen diskutierten wir über Hintergründe, sowie Sinn und Nutzen der EZ und häufig vermittelte Afrikabilder. Die Diskussion war dank der unterschiedlichen Positionen der Referent_innen zu dem Thema EZ sehr lebendig und kontrovers. Zudem wurden die größeren Zusammenhänge der EZ thematisiert und darauf hingewiesen, wie sehr individuelle Lebensweisen, globaler Handel und Konsum Einfluss auf Länder des Globalen Südens nehmen - und dass letztlich jeder Mensch selbst einen kleinen Beitrag zur Verbesserung der Lage leisten kann.


Zum Trailer geht es hier.

"Flowers of Freedom" - Film und Diskussion

Am 21.3. um 19:30 Uhr zeigten wir im Kino Lumière die Dokumentation "Flowers of Freedom" und diskutierten anschließend mit der Regisseurin Mirjam Leuze.

Der Film: Durch das kirgisische Barskoon fahren täglich riesige LKWs mit Zyanid; einer hochgiftigen Chemikalie, mit der in der nahe gelegenen Kumtor-Mine Gold abgebaut wird. Als 1998 ein LKW in den Fluss stürzt, erkranken Hunderte von Dorfbewohnern. Sieben Jahre später beginnen mutige Frauen ihren Kampf für die Rechte der Opfer. Sie gründen eine Umweltorganisation und blockieren die Zufahrt zur Mine. Als im Frühjahr 2010 eine Revolution das Regime in Kirgistan stürzt, werden die bis dahin unter Polizeibeobachtung stehenden Frauen zu Mitgestalterinnen eines demokratischen Aufbruchs.

Mirjam Leuze begleitete die Frauen vier Jahre lang und zeigt, wie es den Frauen gelingt, Entschädigungen für die Zyanid-Opfer durchzusetzen.

Die Veranstaltung fand in der Reihe zum Internationalen Frauentag und mit finanzieller Unterstützung des Kirchlichen Entwicklungsdienstes der ev.-luth. Landeskirchen in Braunschweig und Hannovers statt.

Vortrag "Klimaflucht – ein Fall für das Völkerrecht?"

Was sind „Klimaflüchtlinge“ und wie werden sie rechtlich behandelt? Darüber referierte Anna Halbig, Dipl. Juristin und Botschafterin der Stiftung für die Rechte zukünftiger Generationen (SRzG) im Bereich Internationale Klimapolitik, am 11.12.2015.

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Landraub - Film und Diskussion

Eberhard Prunzel-Ulrich, Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft, Dr. Theodor Rathgeber, Forum Menschenrechte und Universität Kassel und Moderatorin Regina Begander, EPIZ diskutierten am 8. Dezember 2015 über den Film und über die Aussichten in Deutschland und im Ausland.

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2015: Ausstellung „Vor Ort für globale Gerechtigkeit – Entwicklungspolitik in Niedersachsen“

Welche Zusammenhänge bestehen zwischen uns und dem Rest der Welt? Wie können wir den globalen Herausforderungen begegnen? Was bedeutet „Entwicklung“? Die Ausstellung stellt zentrale Entwicklungsthemen vor und lädt zum Austausch über eine global gerechte Entwicklungspolitik ein. 

Sie wurde vom 23.10. bis zum 06.11.2015 in der Stadthalle in Northeim gezeigt und von einem Programm rund um das Thema "Migration und Entwicklung" umrahmt.

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2015: Workshop "Was bedeutet Entwicklung?"

Die EU hatte für 2015 das „Jahr der Entwicklung“ ausgerufen. Vor diesem Hintergrund haben ebasa e.V. und das EPIZ Göttingen am 04.07.2015 in einem eintägigen Workshop im Haus der Kulturen in Göttingen gefragt: Was bedeutet Entwicklung? Wer muss sich entwickeln und in welche Richtung?

Inhalt des Workshops waren sowohl eine wissenschaftliche-theoretische Herangehensweise mit ebasa e.V. sowie eine künstlerische Herangehensweise. Ziele waren die Reflexion der eigenen Arbeit hinsichtlich des Entwicklungsbegriffes sowie die Vernetzung der Gruppen und Personen untereinander.

LT-Abgeordnete besuchen Eine-Welt-Promotorin

Ein halbes Jahr nach Start des Promotorenprogramms in Niedersachsen informierten sich die Abgeordneten des Landtagsausschusses für Europaangelegenheiten und Regionalentwicklung Dr. Alexander Saipa (SPD) und Maaret Westphely (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN), die sich zuvor für das Programm stark gemacht hatten, über die bisherige Arbeit.

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