Netzwerktreffen im EPIZ

Das nächste Netzwerktreffen für entwicklungspolitische, migrantische und Eine-Welt-Gruppen findet am Donnerstag, 07.07.2016, 18:30 Uhr im EPIZ, Am Leinekanal 4, Eingang B, statt. Das Treffen soll wieder dem Austausch über aktuelle Projekte und sonstige Anliegen dienen. Außerdem wird sich die Gruppe Mexikaner in Göttingen e.V. ausführlicher vorstellen. Zudem gibt es aktuelle Infos zur Planung der Veranstaltungsreihe "Fluchtursachen – globale Zusammenhänge" sowie Inofs von der Landesebene und zu aktuellen Auschreibungen und Terminen. 

Wir freuen uns auf eurer Kommen! Eine Anmeldung unter hirschfeld@epiz-goettingen.de wäre nett.

Projekt FIT FOR FAIR beim Erlebnisturnfest Göttingen

Ende Juni findet erneut das Erlebnisturnfest in Göttingen statt. Auch das EPIZ Göttingen wird dort von Freitag, 24.06., bis Sonntag, 26.06., mit dem Projekt FIT FOR FAIR vertreten sein. Gemeinsam wollen wir hier diskutieren, ob Fair Play tatsächlich erst beim Sport beginnt oder bereits bei der Herstellung unseres Equipments. In Zusammenarbeit mit dem S.C. Hainberg und dem Streetwear-Store Big Lebowski bieten wir an drei Tagen einen Sprayer-Workshop zum Thema „Fair Play“ an, bei dem Kinder und Jugendliche angeleitet von erfahrenen Graffiti-Künstler_innen eine 75 Meter lange Wand gestalten dürfen. Außerdem startet zwei Mal täglich eine faire Mountainbike-Rallye.

Wir freuen uns,  Sie täglich ab 10:00 Uhr am Freibad Brauweg begrüßen zu dürfen. Eigene Atemschutzmasken zum Sprayen bitte mitbringen. Die Farben stellen wir.

Wann? Freitag, 24.06., 10:00 - 17:30 Uhr, bis Sonntag, 26.06., 10:00 - 17:30 Uhr

Wo? Fußweg am Zaun zum Freibad Brauweg, 37073 Göttingen

NEU: Projekt FIT for FAIR gestartet - Fairer Handel trifft Sport

Globale Produktionsketten bei der Herstellung von Sportkleidung und Sportequipment nimmt das Projekt FIT FOR FAIR unter die Lupe, denn: Fair Play beginnt bereits vor dem Spiel!
Nämlich beim Konsum: Viele verbinden ihre Kaufentscheidung bereits konkret mit der Achtung von Arbeitsrechten und globaler Gerechtigkeit und engagieren sich in vielfältiger Weise - trotzdem sind wir überzeugt: Da geht noch was!
Deshalb möchte das Entwicklungspolitische Informationszentrum (EPIZ) im Sport Aktive und den Fairen Handel zusammenbringen, um aktuelle Schiefl agen und Problemfelder aufzuzeigen und um herauszustellen, welches Potential in dieser Verbindung liegt. Jede_r Einzelne kann etwas tun und somit zu einer nachhaltigen Entwicklung beitragen!
Wir bieten Workshops sowie vielfältige Aktionen an und beraten Sie gerne. Auf dieser Website berichten wir über unsere Aktivitäten. Das Projekt startete am 15. April 2016 und wird gefördert aus Mitteln des Kirchlichen Entwicklungsdienstes durch Brot für die Welt - Evangelischer Entwicklungsdienst und Engagement Global gGmbH im Auftrag des BMZ.

Das Projekt wird von Anja Belz umgesetzt, Tel. 0551 487141, belz@epiz-goettingen.de

Make Fruit Fair! Faire Preise und weniger Gift in der Fruchtproduktion.

Deutschland ist der bedeutendste Abnehmer von Ananas aus Costa Rica. Und die Nachfrage nach tropischen Früchten wächst. Die Macht der Supermarktketten und multinationalen Fruchtkonzerne allerdings auch. Dabei sind die Bedingungen für die Produzenten und Arbeiter*innen in den Ländern des Südens häufig schlecht: Überlange Arbeitstage, unbezahlte Überstunden, sexuelle Diskriminierung und Übergriffe. Große Mengen verschiedenster Pestizide werden auf den Plantagen aufgebracht. Es gibt viele, gut dokumentierte Gesundheitsschäden durch den intensiven Einsatz der Agrarchemikalien.

Die internationale Kampagne Make Fruit Fair! setzt sich dafür ein, dass Supermärkte als machtvollste Akteure in der Beschaffungskette faire Preise für eine nachhaltige Produktion an ihre Zulieferer zahlen und für eine Verringerung des Einsatzes hochgiftiger Pflanzenschutzmittel sorgen.

BanaFair war mit den beiden Aktivistinnen Eva Carazo und Xinia Briceño aus Costa Rica zu Gast in Göttingen. Sie berichteten über die Auswirkungen der Supermarkt-Macht auf die Lebens- und Arbeitsbedingungen in den Ananasanbaugebieten, vor allem über die Vergiftung des Trinkwassers. Bettina Burkert von BanaFair stellte die Kampagne vor. 

Die Diskussion wurde von ecapio aufgezeichnet und wird demnächst online verfügbar sein.

Wann? Donnerstag, 23.06.2016 um 19:30 Uhr

Wo? Gemeindesaal von St. Johannis, Johanniskirchhof 2, Göttingen

Tomorrow - Film und Projektmarkt

Was, wenn es die Formel gäbe, die Welt zu retten? Was, wenn jeder von uns dazu beitragen könnte? Als die Schauspielerin Mélanie Laurent ("Inglourious Basterds", "Beginners") und der französische Aktivist Cyril Dion in der Zeitschrift "Nature" eine Studie lesen, die den wahrscheinlichen Zusammenbruch unserer Zivilisation in den nächsten 40 Jahren voraussagt, wollen sie sich mit diesem Horror-Szenario nicht abfinden. Schnell ist ihnen klar, dass die bestehenden Ansätze nicht ausreichen, um einen breiten Teil der Bevölkerung zu inspirieren und zum Handeln zu bewegen. Also machen sie sich auf den Weg. Sie sprechen mit Experten und besuchen weltweit Projekte und Initiativen, die alternative ökologische, wirtschaftliche und demokratische Ideen verfolgen. Was sie finden, sind Antworten auf die dringendsten Fragen unserer Zeit. Und die Gewissheit, dass es eine andere Geschichte für unsere Zukunft geben kann.

Der Film wurde am Donnerstag, den 16.6., um 20.15 Uhr im Lumière Göttingen gezeigt. Zudem gab es einen Projektmarkt von Göttinger Initiativen, auf dem auch das EPIZ ausstellte. Die zahlreichen Besucher_innen nutzten die Gelegenheit, sich über die anwesenden Gruppen zu informieren und in einen regen Austausch mit den Aussteller_innen zu treten.

Das Lumière zeigt "Tomorrow" noch bis zum 29.06., weitere Informationen zu den Spielzeiten finden Sie unter: www.lumiere.de .

Film und Diskussion "The True Cost – Der Preis der Mode"

In „The True Cost - Der Preis der Mode“ legt Regisseur Andrew Morgan sein Augenmerk auf die verheerenden Auswirkungen der modernen „Fast Fashion“-Textilindustrie. Während westliche Konsumenten häufig unbeschwert und selbstverständlich auf der Jagd nach dem nächsten Kleiderschnäppchen sind, hat die Produktion der Kollektionen weit verbreiteter Handelsketten gerade in den Entwicklungsländern, in denen sie hergestellt werden, weitreichende Konsequenzen für Menschen und Umwelt. Bei dem gänzlich auf Profit ausgerichteten Wirtschaften bleiben Arbeiter- und Menschenrechte sowie Sicherheitsbestimmungen und Umweltschutz häufig auf der Strecke. Mit einem von strahlenden Laufstegen zu trostlosen Slums wandernden Blick auf verschiedenste Nationen veranschaulicht Morgan in seinem Film jene folgenschweren Schattenseiten der Mode.

Der Film wurde am Montag, den 13.06.2016, im Lumière gezeigt. Im Anschluss kam es zu einer Diskussion mit Janna Rassmann vom Verband Entwicklungspolitik Niedersachsen (VEN), in der nachhaltige Beschaffung und faire Mode thematisiert wurden. Es wurde über das Konsumverhalten in Deutschland und alternative Einkaufsmöglichkeiten von Kleidung gesprochen. Auch ging es um die öffentliche Beschaffung von Kleidung der Kommunen, deren Kaufkraft in diesem Bereich nicht zu unterschätzen ist. Zusätzlichen Input gab es von Magdalena Holzapfel von Janun, die das Konzept der Kleidertauschparties vorstellte.

Die Veranstaltung war eine Kooperation des Programmkinos Lumière und des Promotor_innenprogramms des Entwicklungspolitischen Informationszentrums Göttingen (EPIZ). Sie wurde gefördert durch das Land Niedersachsen.

"The Samaritans" - TV Serie mit Diskussion

Am 03.05.2016 um 19:00 Uhr zeigten wir die NGO-Parodie "The Samaritans" im APEX. Der Regisseur Hussein Kurji aus Kenia nimmt in der Serie in Stromberg-Manier den Büroalltag einer fiktionalen britischen  Nichtregierungsorganisation (NGO) aufs Korn. Auf unterhaltsame Weise macht sich die Serie über die Klischees der weißen Weltverbesserer lustig. Da der Umgang zwischen kenianischen Mitarbeiter_innen und Expatriates dabei oft nah an der Wahrheit ist, bleibt einem manchmal das Lachen im Halse stecken. In Kenia war der Trailer wochenlang das meistgeklickte YouTube-Video.

Für die Veranstaltung waren Chinta Musundi-Beez und Wolfgang Dewald (Referent_innen bei Bildung trifft Entwicklung) zu Gast. Mit ihnen diskutierten wir über Hintergründe, sowie Sinn und Nutzen der EZ und häufig vermittelte Afrikabilder. Die Diskussion war dank der unterschiedlichen Positionen der Referent_innen zu dem Thema EZ sehr lebendig und kontrovers. Zudem wurden die größeren Zusammenhänge der EZ thematisiert und darauf hingewiesen, wie sehr individuelle Lebensweisen, globaler Handel und Konsum Einfluss auf Länder des Globalen Südens nehmen - und dass letztlich jeder Mensch selbst einen kleinen Beitrag zur Verbesserung der Lage leisten kann.


Zum Trailer geht es hier.

Klimaschutz-Tage 2016

Während der Klimaschutz-Tage (Sa 16.04. - Fr 22.04.) zeigte ein großes Netzwerk an Göttinger Organisatoren viele Ideen dazu, wie man ganz einfach einen Beitrag zum Klimaschutz leisten kann.
Viele unterschiedliche Veranstaltungen luden ein, das Thema Klimaschutz in großer Bandbreite zu betrachten und mitzumachen.

Ein Highlight in diesem Jahr war der Klimaschutz-Markt am 16.04. von 11:00 Uhr - 15:00 Uhr auf dem Markt vor dem Alten Rathaus. Dort kamen viele Gruppen, Unternehmen, Vereine, Organisationen und Privatpersonen zusammen und präsentierten
ihre Ideen für den Klimaschutz.
Auch wir, das EPIZ Göttingen, wirkten wieder mit einem Stand an dem Klimaschutz-Markt mit.

Einzelne Programmpunkte für den Markt unter www.klimaschutz.goettingen.de/klimaschutztage

"Flowers of Freedom" - Film und Diskussion

Am 21.3. um 19:30 Uhr zeigten wir im Kino Lumière die Dokumentation "Flowers of Freedom" und diskutierten anschließend mit der Regisseurin Mirjam Leuze.

Der Film: Durch das kirgisische Barskoon fahren täglich riesige LKWs mit Zyanid; einer hochgiftigen Chemikalie, mit der in der nahe gelegenen Kumtor-Mine Gold abgebaut wird. Als 1998 ein LKW in den Fluss stürzt, erkranken Hunderte von Dorfbewohnern. Sieben Jahre später beginnen mutige Frauen ihren Kampf für die Rechte der Opfer. Sie gründen eine Umweltorganisation und blockieren die Zufahrt zur Mine. Als im Frühjahr 2010 eine Revolution das Regime in Kirgistan stürzt, werden die bis dahin unter Polizeibeobachtung stehenden Frauen zu Mitgestalterinnen eines demokratischen Aufbruchs.

Mirjam Leuze begleitete die Frauen vier Jahre lang und zeigt, wie es den Frauen gelingt, Entschädigungen für die Zyanid-Opfer durchzusetzen.

Die Veranstaltung fand in der Reihe zum Internationalen Frauentag und mit finanzieller Unterstützung des Kirchlichen Entwicklungsdienstes der ev.-luth. Landeskirchen in Braunschweig und Hannovers statt.

MdB Güntzler besucht EPIZ

Göttingen. Vielfältiges entwicklungs- und migrationspolitisches Engagement in der Region lernte Fritz Güntzler (MdB, CDU) bei einem Besuch des Entwicklungspolitischen Informationszentrums (EPIZ) am Leinekanal in Göttingen kennen. Die fünf Gruppen des Zentrums luden Güntzler am 5. Februar zu einem Meinungsaustausch ein und präsentierten Aufgaben und Zielsetzung des EPIZ. Dabei wurden verschiedene Programme und Projekte vorgestellt, die auch Fördermittel vom Bund erhalten. Weiterlesen...

VEN-Positionspapier „Fluchtursachen: Globale Faktoren – globale Verantwortung“

Der Verband Entwicklungspolitik Niedersachsen (VEN) hat ein Positionspapier zum Thema "Fluchtursachen: Globale Faktoren – globale Verantwortung" veröffentlicht, in dem er auch konkrete Forderungen an die Landesregierung stellt. 

Hier finden Sie das PDF.

Neu: Fair Handeln in der Region Göttingen

Bei unseren Aktivitäten im Fairen Handel haben wir viele Menschen getroffen, die sich für gute Lebens- und Arbeitsbedingungen der Produzent_innen einsetzen, sei es, indem sie fair gehandelte Produkte kaufen oder verkaufen, sei es, dass sie Aktionen unterstützen. In unserer neuen Broschüre stellen wir einige dieser Menschen vor. Sie erzählen uns, warum sie sich für den Fairen Handel engagieren.

Die Broschüre enthält neben den Interviews noch eine Linkliste und eine Übersicht über verschiedene Siegel und Label. Sie ist kostenlos im EPIZ erhältlich oder kann hier heruntergeladen werden.