Wer Waffen sät, wird Flüchtlinge ernten

Buchpräsentation "Netzwerk des Todes" und Diskussion mit Dr. Jürgen Grässlin

Millionen Menschen befinden sich auf der Flucht. Auf Grund der Abschottungspolitik Europas haben vergleichsweise wenige von ihnen eine Chance, in Deutschland oder anderen europäischen Staaten Zuflucht zu finden. Abertausende von Menschen sind bisher beim Versuch ertrunken, Europa über das Mittelmeer zu erreichen.

Deutschland trägt massiv Mitverantwortung an der Massenflucht. Ganz legal – mit Genehmigung der Bundesregierung und den nachgeordneten Kontrollbehörden – rüsten deutsche Waffenschmieden seit Jahren Scheindemokraten und Diktatoren hoch und stabilisieren sie an der Macht. Mit deutschen Kriegswaffen oder in Lizenz gefertigten Waffen wurden und werden im Nahen und Mittleren Osten sowie im Norden Afrikas schwere Menschenrechtsverletzungen begangen. Mit den Waffenlieferungen des Europameisters Deutschland wird Öl ins Feuer von Kriegen und Bürgerkriegen gegossen. Das Ergebnis ist augenscheinlich: Wer Waffen sät, wird Flüchtlinge ernten.

Wann? 09.12., 19:30 Uhr
Wo? Literarisches Zentrum, Düstere Straße 20, Göttingen

Fortbildung "Politische Ideen in Aktion"

Fortbildung "Politische Ideen in AKTION. Kreative Ausdrucksformen des sozialen Protests"

Öffentliche Aktionen vermögen politischen Positionen auf kreative und bildhafte Weise Ausdruck zu verleihen, Missstände zu benennen, Sprachlosigkeiten zu überwinden und andere zum Mitmachen zu begeistern. Komplexe Thematiken wie Fairer Handel, Menschenrechte, Fluchtursachen oder Klimaschutz werden dabei auf zentrale Botschaften und Forderungen runtergebrochen.

In einer Fortbildung mit Aktionstrainer Marc Amann (Tübingen) wird die Möglichkeit geboten, ein Spektrum an kreativen Aktionsformen kennenzulernen, über die sich Zugänge zu politischen Themen schaffen lassen.

Mehr Informationen und die Anmeldemodalitäten finden Sie im Flyer.

Wann? 03.12.2016, 10 - 18 Uhr
Wo? Bildungswerk ver.di, Rote Str.19, Göttingen

Spurwechsel – Wie wollen wir zukünftig in Göttingen wirtschaften?

Harald Welzer/Foto: vhw
Harald Welzer/Foto: vhw

Der Wachstumskritiker Prof. Dr. Harald Welzer und der Wirtschaftsjournalist Jan Grossarth (FAZ) diskutieren die Frage „Wie wollen wir zukünftig wirtschaften?“. Anschließend wird diese auf die lokale Ebene heruntergebrochen und das Publikum kann mit Fachleuten aus der Göttinger Politik, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Wissenschaft diskutieren, wie ein Wandel in Göttingen aussehen soll.

Mit dabei u.a. Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler, Uni-Präsidentin Prof. Dr. Ulrike Beisiegel, Agrarökonom Prof. Dr. Ludwig Theuvsen, Mitglied des Stadtrats für BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Dr. Dagmar Sakowsky, Finanzwissenschaftler Prof. Dr. Robert Schwager.

Wann? Do, 24.11., 19:45 Uhr
Wo? Deutsches Theater Göttingen, DT-1

Veranstalter: Verband Entwicklungspolitik Niedersachsen (VEN), EPIZ, Die Offenen Gesellschaft, Deutsches Theater und die Kritischen Wirtschaftswissenschaften. Die Veranstaltung findet im Rahmen der deutschlandweiten Reihe „Welches Land wollen wir sein?“ von „Die offene Gesellschaft“ statt.

Weitere Informationen finden Sie im Flyer. Der Eintritt ist frei. Platzreservierungen unter theaterkasse@dt-goettingen.de oder 0551-49 69-11

Fair statt Fast - Wie gelingt Fairer Handel bei Bekleidung?

Auch im Textilbereich heißt es: immer mehr, billiger und kurzlebiger, kurz Fast Fashion. Trotz Reportagen über die skandalösen Arbeitsbedingungen ändern die Verbraucher_innen ihr Einkaufsverhalten kaum. Obwohl es zahlreiche Siegel gibt, sei fair gehandelte Mode nur schwer erhältlich, wird beklagt, und der Siegeldschungel überfordere viele.Das Wissen um Missstände führt nicht unbedingt zum Handeln.

Wie aber kann es gelingen, dass sich mehr Verbraucher_innen fair kleiden? Können neue Textilstandards etwas verändern?

Über den fairen Modemarkt und die Ansätze verschiedener Initiativen diskutierten am 29.9.2016 Albrecht Benzing (CERES), Tim Zahn (NRO-Koordinator im Textilbündnis) und Dr. Sonja Geiger (Umweltpsychologin TU Berlin). Moderation: Caspar Dohmen, Wirtschaftsjournalist und Buchautor.

Hier finden Sie den Flyer.

Entwicklungspolitische Ausstellung ‚TrikotTausch'

‚TrikotTausch - Die zwei Seiten der internationalen Sportbekleidungsproduktion‘ von Vamos e.V. an der BBS Duderstadt vom 2. - 30.9.2016

Die Fußball EM in Frankreich und die Olympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro sind nun vorbei – aber hatte „fair play“ auch aus der Sicht derer, die das Sportequipment hergestellt haben, wirklich Priorität?

‚TrikotTausch‘ zeigt sowohl soziale und ökologische Probleme bei der Herstellung in der Sportbekleidungs- und Sportartikelproduktion als auch Hintergründe und Arbeitsbedingungen der in der Sportartikelproduktion tätigen Menschen auf.

Einen Monat lang gab es Gelegenheit, neben sportlich verpackten Informationen rund um Sozial- und Umweltstandards und Fairen Handel vielfältige Impressionen und wertvolle Impulse, wie Engagement für nachhaltige Entwicklung aussehen sehen kann, aus dem Ausstellungsbesuch mitzunehmen. Aktivierende Führungen mit einer Referentin aus der Entwicklungszusammenarbeit sorgten für Reflektion und Auseinandersetzung mit dem Thema und dem eigenen Konsumverhalten.

Showwerfen der Veilchen Ladies und Girls - FIT FOR FAIR

Im Rahmen der Fairen Woche (16. - 30. September 2016) veranstaltete das EPIZ in Kooperation mit den Veilchen Ladies und Veilchen Girls der BG 74 unterstützt von Pro City am Samstag, 24.9. eine

„FIT FOR FAIR - Fairer Handel trifft Sport“ Veranstaltung:

Nach dem Showwerfen einiger Spielerinnen der Veilchen Ladies und Veilchen Girls mit fairen Bällen konnte jede/r selbst mitmachen und gecoacht von den professionellen Spielerinnen Bälle in den Korb legen. Tolle Preise von fair gehandelten Bällen bis absolute Must-haves vom ‚Göttinger Dreisprung‘ Woggon-frohnatour-streetwear shop Big Lebowski standen zur Verfügung!

Die bunte Veranstaltung wurde mit vielfältigen Informationen zu Fairem Handel und Sport ergänzt, am Infostand fanden Interessierte Informationen zu Textilsiegel und vieles mehr.

Faire Woche 2016

Zum 15. Mal fand die bundesweite Faire Woche statt. Vom 16. bis 30. September gab es auch in der Region Göttingen wieder zahlreiche Aktionen, um auf den Fairen Handel und seine Wirkungen aufmerksam zu machen.
Der Göttinger Weltladen, Contigo, die Rathauskantine, die Verbraucherzentrale, das Ausbildungsrestaurant „Schaltwerk am Wall“ sowie die Berufsbildenden Schulen Ritterplan und in Duderstadt und andere beteiligten sich mit Verkostungen, fairen Mittagsmenüs oder Röst- und Probieraktionen. Das EPIZ in Göttingen lud Ivan Bwambale von der Baumwollkooperative Rwenzori in Uganda zu einem Gespräch mit Berufsschüler_innen ein und organisierte einen fairen Markttag in Duderstadt.
Highlight war bei bestem Sonnenschein ein Showwerfen mit Spielerinnen der Basketballgemeinschaft 74. Unterstützt von den Veilchen Girls konnten viele Standbesucher_innen selbst versuchen, den Korb mit fairen Bällen zu treffen und Preise gewinnen, die mit Informationen verknüpft wurden. Auch politische Prominenz wurde an den Stand gelockt. In einer Diskussion, moderiert vom Wirtschaftskorrespondenten der SZ Caspar Dohmen, wurde über verschiedene Ansätze zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Textilherstellung gesprochen. Die Ausstellung „Trikot Tausch“ von Vamos Münster e.V. war den ganzen September über an der BBS Duderstadt zu sehen.

Programm und demnächst auch die Dokumentation finden sich hier.
Den Pressespiegel der Fairen Woche 2016 finden sie hier (14,7 MB).

'Get the kick' für Fairen Handel beim Göttinger Kindertag

Am vergangenen Samstag fand der 4. Göttinger Kindertag statt. Das Motto lautete „Reise durch die Welt“: Von 10 bis 16 Uhr wurden in der Innenstadt mit dem „Göttinger Kinderreisepass“ über 30 „Länder aller Art“ spielerisch erkundet.

Gegen ausbeuterische Kinderarbeit und somit für Kinderrechte steht u.A. der Faire Handel. In Kooperation mit dem S.C. Hainberg ludtdas EPIZ im Rahmen des neuen Projektes FIT FOR FAIR daher zum Torwandschießen mit fair gehandelten Bällen an die St.-Johannis-Kirche, nach „Ballistan“. Am Infostand erwarteten die Besucher_innen Wissenswertes über Sozialstandards bei der Produktion von Sportequipment.

Unser Fazit: Eine sehr schöne Veranstaltung, auf der wir auch im nächsten Jahr gerne vertreten sein werden.

Fair Handeln in der Region Göttingen

Bei unseren Aktivitäten im Fairen Handel haben wir viele Menschen getroffen, die sich für gute Lebens- und Arbeitsbedingungen der Produzent_innen einsetzen, sei es, indem sie fair gehandelte Produkte kaufen oder verkaufen, sei es, dass sie Aktionen unterstützen. In unserer neuen Broschüre stellen wir einige dieser Menschen vor. Sie erzählen uns, warum sie sich für den Fairen Handel engagieren.

Die Broschüre enthält neben den Interviews noch eine Linkliste und eine Übersicht über verschiedene Siegel und Label. Sie ist kostenlos im EPIZ erhältlich oder kann hier heruntergeladen werden.

Aufgrund der hohen Nachfrage erscheint heute die zweite Auflage - mit freundlicher Unterstützung durch den Landkreis Göttingen und die Stadt Göttingen.

Make Fruit Fair! Faire Preise und weniger Gift in der Fruchtproduktion.

Deutschland ist der bedeutendste Abnehmer von Ananas aus Costa Rica. Und die Nachfrage nach tropischen Früchten wächst. Die Macht der Supermarktketten und multinationalen Fruchtkonzerne allerdings auch. Dabei sind die Bedingungen für die Produzenten und Arbeiter*innen in den Ländern des Südens häufig schlecht: Überlange Arbeitstage, unbezahlte Überstunden, sexuelle Diskriminierung und Übergriffe. Große Mengen verschiedenster Pestizide werden auf den Plantagen aufgebracht. Es gibt viele, gut dokumentierte Gesundheitsschäden durch den intensiven Einsatz der Agrarchemikalien.

Die internationale Kampagne Make Fruit Fair! setzt sich dafür ein, dass Supermärkte als machtvollste Akteure in der Beschaffungskette faire Preise für eine nachhaltige Produktion an ihre Zulieferer zahlen und für eine Verringerung des Einsatzes hochgiftiger Pflanzenschutzmittel sorgen.

BanaFair war am 23. Juni mit den beiden Aktivistinnen Eva Carazo und Xinia Briceño aus Costa Rica zu Gast in Göttingen. Sie berichteten über die Auswirkungen der Supermarkt-Macht auf die Lebens- und Arbeitsbedingungen in den Ananasanbaugebieten, vor allem über die Vergiftung des Trinkwassers. Bettina Burkert von BanaFair stellte die Kampagne vor. 

Die Diskussion wurde von ecapio aufgezeichnet und ist hier online verfügbar.

NEU: Projekt FIT for FAIR gestartet - Fairer Handel trifft Sport

Globale Produktionsketten bei der Herstellung von Sportkleidung und Sportequipment nimmt das Projekt FIT FOR FAIR unter die Lupe, denn: Fair Play beginnt bereits vor dem Spiel!
Nämlich beim Konsum: Viele verbinden ihre Kaufentscheidung bereits konkret mit der Achtung von Arbeitsrechten und globaler Gerechtigkeit und engagieren sich in vielfältiger Weise - trotzdem sind wir überzeugt: Da geht noch was!
Deshalb möchte das Entwicklungspolitische Informationszentrum (EPIZ) im Sport Aktive und den Fairen Handel zusammenbringen, um aktuelle Schiefl agen und Problemfelder aufzuzeigen und um herauszustellen, welches Potential in dieser Verbindung liegt. Jede_r Einzelne kann etwas tun und somit zu einer nachhaltigen Entwicklung beitragen!
Wir bieten Workshops sowie vielfältige Aktionen an und beraten Sie gerne. Auf dieser Website berichten wir über unsere Aktivitäten. Das Projekt startete am 15. April 2016 und wird gefördert aus Mitteln des Kirchlichen Entwicklungsdienstes durch Brot für die Welt - Evangelischer Entwicklungsdienst und Engagement Global gGmbH im Auftrag des BMZ.

Das Projekt wird von Anja Belz umgesetzt, Tel. 0551 487141, belz@epiz-goettingen.de

MdB Güntzler besucht EPIZ

Göttingen. Vielfältiges entwicklungs- und migrationspolitisches Engagement in der Region lernte Fritz Güntzler (MdB, CDU) bei einem Besuch des Entwicklungspolitischen Informationszentrums (EPIZ) am Leinekanal in Göttingen kennen. Die fünf Gruppen des Zentrums luden Güntzler am 5. Februar zu einem Meinungsaustausch ein und präsentierten Aufgaben und Zielsetzung des EPIZ. Dabei wurden verschiedene Programme und Projekte vorgestellt, die auch Fördermittel vom Bund erhalten. Weiterlesen...