Vortrag: Flucht: Globale Ursachen – globale Verantwortung

Fluchtursachen sind vielschichtig – Kriege, Konflikte, Verfolgung sowie Armut und soziale Not gelten als Hauptursachen. Aber wie entstehen diese und welche Rolle spielen dabei „westliche“ Gesellschaften? Welche Zusammenhänge gibt es zwischen unserer Politik, unserem Lebensstil und den prekären Zuständen, die Menschen aus anderen Ländern in die Flucht treiben? Diese Fragen wird Noreen Hirschfeld, Regionalpromotorin für Südniedersachsen im Entwicklungspolitischen Informationszentrum Göttingen (EPIZ) beleuchten und dabei auf Faktoren wie Rüstungsexporte, Weltwirtschaftssystem und Klimawandel eingehen. 

V: Landkreis Northeim, Fachbereich Migration und Integration

Wann? Mo, 25.02., 19:00 Uhr 

Wo? Martin-Luther-Haus, Am Domänenhof, Bad Gandersheim

„Nicaragua – hasta que seamos libres – bis dass wir frei sind“

Gioconda Belli – international anerkannte Autorin und Lyrikerin – kommt mit dem Grupo Sal Duo zusammen, um sich in Europa für mehr Gerechtigkeit in ihrem Heimatland einzusetzen.

Angesichts der aktuellen politischen Situation Nicaraguas scheint es unabdingbar, die Öffentlichkeit für diese Problematik zu sensibilisieren und die Notwendigkeit weiteren politischen Drucks auf das dortige Regime deutlich zu machen. Gioconda Belli – selbst ehemaliges Mitglied der Sandinistischen Nationalen Befreiungsfront – setzt sich stark für Bildungspolitik und Frauenrechte ein. Besonders der aktuellen Präsidentschaft Ortegas steht sie mit äußerst kritischer Stimme gegenüber. Belli wird zu den Ereignissen eindeutig Stellung nehmen und die Lesung ihrer (teilweise unveröffentlichten) Texte in den Kontext dieses aufklärerischen Vorhabens stellen.

Im Wechselspiel mit den gesprochenen Beiträgen entfachen die kraftvollen Klänge des Grupo Sal Duo eine betörende Atmosphäre der Lebensfreude und Hoffnung.
Zu Gast ist außerdem Lutz Kliche, Nicaragua-Experte und Übersetzer bedeutender Autorinnen und Autoren Lateinamerikas.

Eintritt: VVK 15 € (vrs. ab 03.03) / erm. 10 €, Abendkasse 17 € / erm. 12 €. Vorverkauf im Roten Buchladen, bei Contigo und der Göttinger Touristeninformation.

Veranstalter: Institut für angewandte Kulturforschung e.V. (ifak) mit dem VEN.

Gefördert vom Land Niedersachsen und vom Kirchlichen Entwicklungsdienst der Ev.-luth. Landeskirchen in Braunschweig und Hannovers.

Wann? Montag 25.03.2019, 19:00 Uhr

Wo? Altes Rathaus Göttingen

Austauschtreffen im EPIZ

Das nächste Austauschtreffen für entwicklungspolitische, migrantische und Eine-Welt-Gruppen findet am Mi, 20.03.2019, 17 Uhr im EPIZ, Am Leinekanal 4, Eingang C, statt.

Diesmal möchte ich das Treffen für eine kollegiale Beratung nutzen. Dafür wäre es gut, wenn sich jeder eine Frage/ein Anliegen überlegen würde, die/das er gern in der Gruppe diskutieren würde. Die Fragen sollten eure Arbeit betreffen, bspw. Wie komme ich an finanzielle Mittel? Wie erreiche ich junge Menschen? o.ä. So können wir noch besser von den Erfahrungen der anderen lernen.

Wir freuen uns auf euer Kommen! Eine Anmeldung unter hirschfeld@epiz-goettingen.de wäre nett.

Europäische Bürgerinitiative #WelcomingEurope

Die europäische Bürgerinitiative (EBI) #WelcomingEurope ist ein Bündnis von über 200 zivilgesellschaftlichen Organisationen und NGOs in 17 EU-Mitgliedsstaaten. Eine EBI ist das stärkst bindende und sichtbarste Werkzeug direkter Demokratie in Europa. Sie kann die EU Kommission und das EU Parlament verbindlich dazu bringen Forderungen anzuhören.
Die Forderungen von #Welcoming Europe lauten:
-Unterstützung von Bürgerinnen und Bürgern, die Geflüchteten ein neues Zuhause und den Aufbau eines neuen Lebens anbieten wollen.
-Keine Kriminalisierung humanitärer Hilfsangebote von ehrenamtlichen und zivilgesellschaftlichen Organisationen durch Regierungen.
-Garantie von effektiveren Mitteln, um alle Opfer von Arbeitsausbeutung, Verbrechen innerhalb Europas und Menschenrechtsverletzungen an unseren Grenzen zu schützen.
Die Petition läuft noch bis zum 14.02., jede Unterschrift ist entscheidend!
weareawelcomingeurope.eu/de

Wirtschaft und Menschenrechte: Welche Verantwortung haben deutsche Unternehmen?

Vortrag und Diskussion mit der südafrikanischen Anwältin Akhona Mehlo

Am Freitag, 18.01.2019, war auf Einladung des EPIZ und des VEN, Akhona Mehlo, eine südafrikanische Anwältin für Wirtschaft und Menschenrechte am Centre for Applied Legal Studies (CALS) in Johannesburg, bei der GfbV zu Gast. Vor 25 Besucher*innen berichtete sie von ihrer Arbeit als Vertreterin der Menschenrechte südafrikanischer Arbeitnehmer*innen. Sie erläuterte die Verantwortung international agierender Konzerne und sprach sich für ein internationales Abkommen aus, das die Einhaltung der Menschenrechte von Unternehmen verbindlich einfordert – wie es das derzeit diskutierte UN-treaty vorsieht, das von Südafrika und Ecuador sowie weiteren Ländern gefordert wird. Maren Leifker, Referentin für Menschenrechte bei Brot für die Welt, erläuterte anschließend die deutsche Verantwortung. Die Mitautorin der Studie "Edles Metall - Unwürdiger Abbau: Platin aus Südafrika und die Verantwortung deutscher Unternehmen" erklärte an diesem Beispiel die Mitverantwortung deutscher Unternehmen an unmenschlichen Arbeitsbedingungen und Umweltverschmutzungen und sprach sich ebenfalls für politische Regulierungen aus. Die Automobilindustrie in Niedersachsen importiert Platin aus Südafrika für die Herstellung von Autokatalysatoren.

get the kick 4 fair

Ein buntes Jahr mit vielfältigen Aktionen, Workshops, Bildungsveranstaltungen und tollen Kooperationen neigt sich dem Ende zu….

Krönenden Abschluss bildete das „get the kick 4 fair“- Turnier am Donnerstag, den 20. Dezember. Es wurde mit Futsalbällen aus Fairem Handel (von Bad Boyz Ballfabrik) gekickt und die ersten nagelneuen fairen Bälle der „Fairtrade-Region-Göttingen“ wurden von Christel Wemheuer, Erste Kreisrätin, und Joachim Berchtold, Koordination kommunaler Entwicklungspolitik für Stadt und Landkreis Göttingen, der Schule übergeben. Schüler*innen luden zu einem vielfältigen Mitmach-Angebot rund um Kinderspiele und Kinderrechte ein, um auf Fairen Handel im Sport aufmerksam zu machen: Die Bezahlung von existenzsichernden Löhnen für die Arbeiter*innen in den Produktionsländern kann dazu beitragen, ausbeuterischer Kinderarbeit ein Ende zu setzen. Außerdem waren erstmalig die vier neuen FAIR CUT Film-Spots, entstanden im Projekt „FIT FOR FAIR-Fairer Handel trifft Sport“ an der Göttinger Jugendherberge in Kooperation mit der Gespa e.V., zu sehen. Neugierig? Von diesen Filmspots ist schon einer auf youtube zu sehen: YouTube.

FIT FOR FAIR AN JUGENDHERBERGEN

Im November fand erstmalig ein Lerncamp an der Jugendherberge Göttingen zum Thema „Fairer Handel trifft Sport“ statt: Beim FAIR CUT Film-Workshop verarbeiteten vier Filmcrews, bestehend aus Schüler*innen der BBS 1 Arnoldi-Schule, ihr Wissen zum Thema in eigenen Storyboards und setzten selbige filmisch um. Inhaltlich und medienpädagogisch wurden sie betreut von Mitarbeiter*innen des EPIZ im Projekt FIT FOR FAIR und von der Gespa e.V.

Dass FIT FOR FAIR bzw. der FAIR CUT Film-Workshop auch ein gutes Format für eine Klassenfahrt an einer Jugendherberge darstellt, war u. A. Thema bei der gemeinsamen Tagung der SportI- bzw. Fit DraufIJugendherbergen am 5.12. in Haltern am See unter der Leitung von Bernd Lampe. 

Film-Workshop FAIR CUT als Klassenfahrt

Sie sind Lehrer*in, fahren auf Klassenfahrt und sind auf der Suche nach einem ganz besonderen thematischen Schwerpunkt für Ihre Lieblingsklasse? An Jugendherbergen in der Region Göttingen kann nächstes Jahr ein FAIR CUT-Film-Workshop gebucht werden, gefördert aus Mitteln des Kirchlichen Entwicklungsdienstes durch Brot für die Welt - Evangelischer Entwicklungsdienst, von Engagement Global gGmbH im Auftrag des BMZ und von der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung!

Interesse? Fragen Sie uns!

Neuanschaffungen der Ifak-Bibliothek

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Einige spannende Bücher zu aktuellen politischen Themen sind in unserer Bibliothek eingetroffen und können ab sofort bei uns ausgeliehen werden. Hier gehts zur Übersicht

Welcome to Sodom - dein Smartphone ist schon hier

Der Dokumentarfilm „Welcome to Sodom“ lässt die Zuschauer hinter die Kulissen der Müllhalde Agbogbloshie in Accra blicken und portraitiert die Verlierer der digitalen Revolution. Dabei stehen nicht die Mechanismen des illegalen Elektroschrotthandels im Vordergrund, sondern die Lebensumstände und Schicksale von Menschen, die am untersten Ende der globalen Wertschöpfungskette stehen. Der Film begleitet die Menschen in ihrem Alltag, zeigt ihre schwere Arbeit, ihre unwürdigen Lebensbedingungen und ihre Träume. Der Film wurde am 19.11. im Kino Lumière gezeigt.

Dr. Otmar Deubzer, Senior Advisor für Nachhaltige Kreislaufwirtschaft an der United Nations University, berichtete im Anschluss über die Situation in Ghana und stellte heraus, dass der informelle Sektor sehr kleinteilig in der Verarbeitung und gesundheitsschädigenden Vernichtung von Elektroschrott (Computer, Monitore, Groß- und Kleingeräte) ist. Genaue Zahlen über den Anteil Schrott aus europäischer Herkunft sind nicht bekannt, werden aber auf 20 bis 50% geschätzt. Der Export nicht-funktionsfähiger Elektroware aus Deutschland ist eigentlich verboten, lässt sich aber in Gänze nur schwer kontrollieren.
Gründer des Göttinger Reparaturcafés stellten anschließend Wege vor, wie Elektroschrott vermieden werden kann, z.B. durch die Reparatur von Elektrogeräten. Sie appellierten an die Zuschauer*innen, beim Kauf von Elektrogeräten auf deren Reparaturtauglichkeit zu achten. Die Initiative, Elektrogeräte mit einem Symbol auszustatten, dass ihre Reparaturtauglichkeit anzeigt, sind vorerst gescheitert.

Die Offene Gesellschaft: Wie können wir unsere Demokratie zukunftsfähig gestalten?

Am 08.11. diskutierten im Deutschen Theater 250 Besucher*innen über die Zukunftsfähigkeit unserer Demokratie. Der renommierte Politikwissenschaftler Prof. Dr. Claus Leggewie sprach über das Legitimationsdefizit unserer Demokratie und die fehlende Zukunftsorientierung der derzeitigen Politik. Mit der Idee der Etablierung von Zukunftsräten zeigte er eine Möglichkeit auf, die Bevölkerung stärker zu beteiligen, zukünftigen Generationen eine Stimme zu verleihen und die Demokratie zu demokratisieren. Im Anschluss diskutierten wir mit dem Publikum in drei Foren zu den Themen: "Zukunftsrat – ein Modell für Göttingen?" (u.a. Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler), "Parteiendemokratie – ein überholtes Modell?" (u.a. Dr. Matthias Micus, Institut für Demokratieforschung) und "Politikverdrossenheit – was dagegen tun?" (u.a. Lothar Hanisch, DGB)

Hier finden Sie den Beitrag des GT und hier den Beitrag des Stadtradios.

Die Veranstaltung ist eine Kooperation des Promotor*innen-Programms des EPIZ, des Deutschen Theater, des VEN, des Instituts für Demokratieforschung und der Offenen Gesellschaft.

südnordfunk des iz3w - jetzt auch bei uns!

südnordfunk

Der südnordfunk des Freiburger Informationszentrums 3. Welt (iz3w) ist bereits seit 2014 on air und produziert monatlich entwicklungspolitische Radiobeiträge.

Wir verlinken hier gerne auf diese Sendungen! Sie sind dort auch als Downloads verfügbar.

# 57 südnordfunk Machtwechsel im Kongo

# 56 sünordfunk Raus aus dem Knast Istanbuler Frauengefängnis Bakırköy

# 55 südnordfunk Mexiko: Karawane für grenzenlose Migration

Die Sendungen wurden in redaktioneller Verantwortung des iz3w erstellt.

12. göttinger+northeimer Filmklappe: 2. Preis!

Wir freuen uns sehr, dass der diesjährig eingereichte und nominierte Film 4 aus der FAIR CUT-Film-Workshopreihe  "Nähmaschine - Jeder kann was ändern", nach dem Storyboard und filmisch umgesetzt von Schüler*innen der BBS 1 Arnoldi-Schule, am Samstag, den 27.10.18, in der Neuen Schauburg in Northeim den 2. Preis gewonnen hat!

Herzlichen Glückwunsch und nochmal danke für die tolle medienpädagogische Begleitung von Lena und Olli (gespa e.V.).

Zudem geht es im Projekt FIT FOR FAIR-FAIRER HANDEL TRIFFT SPORT weiter mit der "Produktion" der FAIR CUT-Filme: Vom 6.-9.11.18 findet an der Jugendherberge Göttingen unser vierter Film-Workshop erstmalig in Form eines Lerncamps statt!

Warum profitiert Afrika nicht vom Freihandel?

Freihandel führt in der Theorie zu weltweitem Wohlstand. Aus diesem Grund werden durch die World Trade Organization (WTO) und verschiedene Freihandelsabkommen vermehrt Handelshemmnisse abgebaut. Doch warum profitiert Afrika nicht vom freien Handel? Und kann eine zeitlich begrenzte Abschottung der Wirtschaft afrikanischen Ländern helfen?

Dieser Erklärfilm entstand im Rahmen des Freiwilligen Ökologischen Jahres von David Hennemuth:

Warum profitiert Afrika nicht vom Freihandel?

Ottmar von Holtz, MdB, zu Besuch im EPIZ

Am 20.06. war Ottmar von Holtz, MdB, Bündnis 90/Die Grünen, in Begleitung einiger regionaler Grünen-Politiker*innen bei uns im EPIZ und hat sich über unsere Arbeit informiert und mit uns die Herausforderungen entwicklungspolitischer Inlandsarbeit diskutiert.

Eines der vielen Themen war die Finanzierung unserer Programme und Projekte. So rief er im Anschluss auf facebook dazu auf: „Bitte unterschätzt nicht die Entwicklungspolitische Inlandsarbeit und Bildungsarbeit! An die SPD Niedersachsen: Kürzt nicht beim Promotor*innenprogramm! Die #Promotoren und Promotorinnen leisten eine enorm wichtige Arbeit. So, wie zahlreiche Initiativen mit ihren partnerschaftlichen Projekten in sog. Entwicklungsländern – welche ich heute auf dem Besuch in Göttingen beim EPIZ sehen konnte.“

Lesung & Ausstellungseröffnung Kinder- und Menschenrechte

Trotz besten Badewetters und des Beginns der Fußball-WM fanden sich am vergangenen Donnerstag circa 30 Leute zur Ausstellungseröffnung des Jugendprojekts “Eine Bühne für eure Rechte”  in der Stadtbibliothek ein.

Die Besucher*innen erwartete neben den Ausstellungsplakaten ein kurzes Video und Berichte von Jugendlichen, die die Plakate erstellt hatten. Im Anschluss gab es eine Lesung des neusten Jugendromans "Morgenland" der Autorin und Regisseurin Luise Rist vom boat people projekt.

Auch das Göttinger Tageblatt war da, um über unsere Veranstaltung zu berichten.

Mehr Infos zum Gesamtprojekt

Faire Mode in der Göttinger City

Zur Fairen Woche 2017 erschien unser Flyer "Leute machen Kleider!".

Dieser informiert über faire Mode und die verschiedenen Siegel und zeigt, in welchen Geschäften der Göttinger Innenstadt faire Kleidung geführt wird.