Bild: Focus Globus

Gesellschaft für bedrohte Völker

Geiststraße 7
37073 Göttingen
0551 499060
0551 58028 (Fax)
Thema: Indigene Völker, Soziales und Gerechtigkeit
Region: Weltweit

Wir sind

acht Haupamtliche und ca. 200 ehrenamtliche Aktive.
Im Jahr 1968 gründeten die Studenten Tilman Zülch und Klaus Guerke in Hamburg die Aktion Biafra-Hilfe. Die Erfahrungen aus dem Biafra-Krieg - Hunger und internationale Förderung oder zumindest Duldung von Völkermord - führten zur Gründung einer Menschenrechtsorganisation mit dem Anspruch, weltweit Menschenrechte von ethnischen und religiösen Minderheitengruppen zu schützen und durchzusetzen. 1970 wurde die Aktion Biafra-Hilfe in Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) umbenannt (Sitz seit 1979 in Göttingen). Die Zeitschrift Für Vielfalt – Zeitschrift für Menschen- und Minderheitenrechte wurde gegründet. Seit April 1993 hat die GfbV International als Nichtregierungsorganisation (NGO) beratenden Status beim Wirtschafts- und Sozialrat (ECOSOC) der Vereinten Nationen; seit Januar 2005 mitwirkenden Status beim Europarat.

Wir wollen

über Menschenrechtsverletzungen an Angehörigen bedrohter Völker in aller Welt informieren, gegen Völkermord und die kulturelle Auslöschung von Minderheiten protestieren und uns für Opfer von Menschenrechtsverletzungen einsetzen. Wir verstehen uns als Sprachrohr der Opfer, machen die Öffentlichkeit aufmerksam, wenn Deutschland Mitverantwortung für Menschenrechtsverletzungen trägt und ermöglichen Repräsentanten bedrohter Völker, mit Politikern, Vertretern von Kirchen und Hilfsorganisationen, vor internationalen Gremien und auf öffentlichen Veranstaltungen zu sprechen. Mit Presseerklärungen und in Interviews in Presse, Funk und Fernsehen, mit unserer Zeitschrift „Für Vielfalt – Zeitschrift für Menschen- und Minderheitenrechte“, dem gleichnamigen Podcast, über das Internet, mit Ausstellungen, Vortrags- und Diskussionsveranstaltungen informieren wir die Öffentlichkeit über die Verfolgung und Vernichtung von Minderheiten. Wir verschaffen den Betroffenen Gehör vor nationalen, europäischen und internationalen Gremien. Dabei kommt uns unser Beraterstatus bei den Vereinten Nationen und unser mitwirkender Status beim Europarat zugute.

Arbeitsformen

Öffentlichkeitsarbeit.
Die GfbV informiert die Medien, führt Veranstaltungen durch und bietet Vertretern bedrohter Völker ein Forum für die Artikulation ihrer Anliegen. Mit Publikationen verschiedener Art treten wir an Politiker, Medien und Öffentlichkeit heran. Wir veröffentlichten Faltblätter zu den Kampagnen, Appelle, Menschenrechtsreporte, Dossiers, Dokumentationen und eine Zeitschrift. Wenn wir mit Worten und Erklärungen nicht genügend Interesse wecken können, organisieren wir Kundgebungen, Demonstrationen, Mahnwachen, internationale Konferenzen oder erregen mit spektakulären Menschenrechtsaktionen Aufmerksamkeit.

Kooperationen

mit dem Göttinger Bundesbüro und anderen Regionalgruppen der GfbV sowie gerne mit allen Göttinger Gruppen mit ähnlicher Zielsetzung.

Publikationen

Zweimal jährlich die Zeitung für Mitglieder, Förderer und Unterstützer, sechsmal jährlich Zeitschrift für Minderheiten „bedrohte Völker – pogrom“; vier- bis sechsmal jährlich Kampagnenblätter zu den Arbeitsschwerpunkten, Faltblätter über die Lage bedrohter Minderheiten, Bildkalender „Lebenszeichen“, Menschenrechtsreporte, Dokumentationen und Dossiers. Die Zahl der Hauptamtlichen variiert zwischen 16 - 18 Angestellten.